Bremerhaven, den 06.05.2020

Bewältigung der Coronakrise im Hotel- und Gastgewerbe

Durch die Corona-Krise ist massiv das Gastgewerbe in Deutschland betroffen. Leere Hotelzimmer, Tagungsräume, geschlossene Restaurants und Kneipen prägen das Bild. Die Umsatzeinbußen erreichen ein nie gekanntes Ausmaß. Fast alle Betriebstypen der Branche leiden unter den Corona-Folgen. Der Deutsche Hotel – und Gaststättenverband (DEHOGA) hat ein sofortiges Nothilfeprogramm mit 10 Punkten gefordert. Die MIT Bremerhaven unterstützt diese Forderungen.

Durch die Schaffung eines Nothilfefonds soll den Betrieben Liquidität zugeführt werden. Dieser Fonds soll im Rahmen von verlorenen Zuschüssen eingesetzt werden, die schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. Des Weiteren fordert die DEHOGA Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld und Ausbau der Kapazitäten bei der Arbeitsagentur um kleine Betriebe bei der Antragstellung zu unterstützten. Bearbeitungszeiten von fast zwei Monaten sind nicht akzeptabel. Auch bei dem Soforthilfeprogramm für Betriebe bis 5 oder 10 Mitarbeiter warten viele Betriebe immer noch auf das Geld, weil die Banken immer noch Prüfbedarf haben. So hatten sich viele das Soforthilfsprogramm nicht vorgestellt.

Bei dem Abbau von Hürden bei der Kreditvergabe fordert der Verband, dass den Finanzämtern eine Schlüsselrolle zukommen sollte, denn das Finanzamt kann umgehend beurteilen, ob es sich um ein gesundes oder ein kränkelndes Unternehmen handelt. Diese Forderung findet besonders die Unterstützung des Vorstandes der MIT.

Der DEHOGA-Verband fordert eine konkrete Perspektive zu einem verantwortlichen Hochfahren der Betriebe. Außerdem sollte umgehend geprüft werden, wie zumindest die Außenbereiche der Cafes und Restaurants wieder freigegeben werden könnten, wenn möglich aus dem Sonderprogramm des Landes Bremen „Bremen Fonds“ in Höhe von 1,2 Mrd. Euro.

Thomas Ventzke und Karin Tuczek sagten zu, sich in ihren Gremien dafür einzusetzen, dass entsprechende gesetzliche Regelungen möglichst zeitnah auf den Weg gebracht werden.

Informationsveranstaltung zum Thema Batterierecycling 

Die MIT hatte den Geschäftsführer Dipl.-Ing. Holger Kuhlmann eingeladen, um über das Thema Batterierecycling Informationen aus erster Hand zu bekommen. Das Unternehmen, das zu den weltweit führenden Batterie-Recyclingunternehmen gehört und über 80 Prozent der im Markt befindlichen Batterien verwerten kann, hat eine Außenstelle in Bremerhaven.

Die MIT, so der Vorsitzende Thomas Ventzke, hätte den Betrieb gern besichtigt, aber leider wurde das aus sicherheitstechnischen Gründen abgelehnt. 

Das Unternehmen, das seit einiger Zeit in einen Konzern aus Österreich eingegliedert wurde, besteht aus 110 Mitarbeitern, davon 40 in Bremerhaven. Herr Kuhlmann hat beklagt, dass es schwierig sei in Bremerhaven Arbeitnehmer für seinen Betrieb zu finden, obwohl keine besondere Ausbildung vorausgesetzt wird. Das Unternehmen geht jetzt dazu über ihre Mitarbeiter selbst auszubilden. Im letzten Jahr wurde auf dem Gelände der Firma Redux in Bremerhaven-Lehe eine neue High-Tech-Recycling-Anlage für Lithium-Ionen-Batterien in Betrieb genommen. Drei Millionen Euro hat die neue Anlage gekostet, die nach jahrelanger Forschungsarbeit entwickelt und gebaut wurde. Die Anlage, die noch lange nicht ausgelastet ist, wurde für die Zukunft gebaut, wenn die großen Batterien aus den Elektroautos anfallen.

Durch den digitalen Fortschritt fallen immer mehr Batterien auf dem Markt an, so Kuhlmann,  welche wertvolle Metalle wie Nickel oder Kobalt enthalten. Die Menge an Lithium-Ionen-Batterien soll weltweit weiter enorm wachsen. Die Batterien finden vor allem Verwendung in Elektro-Autos und E-Fahrrädern, in Smartphones und in akkubetriebenen Handwerksgeräten. Haushaltsgeräten. Smartphone gelten als Goldgrube bei den wertvollen Metallen, z.B. Gallium, Indium, Kupfer, Silizium, Silber aber auch Platin oder Aluminium. Was dringend fehlt, so Kuhlmann, ist ein differenziertes Entsorgungskonzept. China hat das bereits vorgemacht. Es mangelt nicht nur in Deutschland, sondern europaweit an einem gesetzlichen Rahmen, wie Zellen aus den Elektroautos zu verwerten sind. Die EU-Kommission überarbeitet derzeit die Batterierichtlinie, da muss man die Chance nutzen, für jeden Batterietyp eigene Sammelziele und für Schlüsselrohstoffe, wie z.B. Kobalt, eigene Recyclingziele festzusetzen. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben, wobei auch immer die Wirtschaftlichkeit zu beachten sei. 

Das Referat, das über eineinhalb Stunden ging, wurde von den vielen anwesenden Teilnehmern zu einem großen Teil mit Erstaunen aufgenommen, was sich alles in den Batterien verbirgt. Die MIT-Vorsitzenden Thomas Ventzke und Karin Tuczek sagten zu, sich in ihren Gremien dafür einzusetzen, dass entsprechende gesetzliche Regelungen möglichst zeitnah auf den Weg gebracht werden.

 

Die beiden Bremerhavener Biotechnologie-Unternehmen ZytoVision GmbH und 42 life sciences GmbH & Co KG empfingen eine Abordnung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU in Bremerhaven (MIT). Die beiden Geschäftsführer und Inhaber der mittelständischen Unternehmen Dr. Sven Hauke und Dr. Piere Marggraf-Rogalla präsentierten die gemeinsamen Firmen und stellte Geschäftsfelder und Produkte vor.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU und CSU (MIT) ist mit rund 25.000 Mitgliedern der stärkste und einflussreichste parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Soziale Marktwirtschaft und für mehr Unternehmergeist in der Politik ein. Eine rund 20 Personen umfassende Abordnung der MIT besuchte am 29.11.2018 die beiden Bremerhavener Biotech-Unternehmen ZytoVision GmbH und 42 life sciences GmbH & Co KG (42ls).

Die Geschäftsführer, Dr. Sven Hauke und Dr. Piere Marggraf-Rogalla (Foto zusammen mit dem Kreisvorsitzenden der MIT Bremerhaven Thomas Ventzke sowie der stellv. Vorsitzenden Karin Tuczek), stellte während der 2-stündigen Veranstaltung die Firmengeschichte der gemeinsamen Schwesterunternehmen und deren Aktivitäten im Bereich der Tumordiagnostik vor. Vertiefende Informationen zu den Produkten, wie spezielle Techniken der In-Situ- und Array-Hybridisierung und deren Anwendung in der Krebsdiagnostik, sowie ein Rundgang durch die Räumlichkeiten und Labore rundeten die Firmenpräsentation ab. Weitere Schwerpunkte lagen in der Internationalisierung von In-Vitro-Diagnostika. Dies umfasste auch die Herangehensweise der beiden Firmen betreffend Zulassung, Logistik, Patentierung und Markenschutz. In der anschließenden Diskussion wurde erörtert, welchen Standortvoraussetzungen die beiden mittelständischen Unternehmen an Bremerhaven schätzen, bzw. in welchen Punkten eine weitere Unterstützung seitens der Politik wünschenswert wäre. Im Zuge dessen bekräftigen die Bremerhavener Geschäftsführer, dass der heutige Erfolg der beiden Unternehmen letztlich auch auf die sehr unternehmensfreundliche Ansiedlungspolitik im Bremerhavener Wirtschaftsraum zurückzuführen ist. „Über das fortwährende politische Interesse an unserem Unternehmen freuen wir uns sehr“, so Marggraf-Rogalla. Laut Thomas Ventzke, Kreisvorsitzender der MIT Bremerhaven, ist „der direkte Austausch mit der Bremerhavener Wirtschaft unerlässlich, um am Puls der Zeit zu agieren und stets neue Impulse für unsere tägliche Arbeit zu erhalten“.

Die ZytoVision GmbH wurde 2004 von Herrn Dr. Hauke und Herrn Dr. Marggraf-Rogalla zusammen mit Thomas Dittmer und Kerstin Weyrauch gegründet. Hauptgeschäftsfeld der ZytoVision ist die Produktion und der Vertrieb von Diagnostik-Produkten zur in-situ-Hybridisierung. Im Jahr 2008 folgte die Gründung der 42 life sciences. Im Fokus dieses Unternehmens steht die Herstellung von Komponenten und Vorprodukten, die hinterher von abnehmenden Biotech-Unternehmen veredelt und weiterverarbeitet werden. Der Vertrieb der 42ls-Produkte erfolgt somit hauptsächlich auf OEM-Basis. Die beiden Schwesterunternehmen entwickeln und produzieren mit etwa 75 Mitarbeitern und vertreiben ihre Produkte weltweit über ein gemeinsames Vertriebsnetzwerk, welches aktuell ca. 90 Vertriebspartner umfasst. Das Produktportfolio beinhaltet derzeit ungefähr 300 Artikel.

Beide Unternehmen sind im Biotechnologiezentrum BioNord in Bremerhaven angesiedelt. Dieses Zentrum wurde 2003 von der BIS Bremerhaven initiiert und sollte insbesondere Startups und innovativen Unternehmen der Life Science Branche, Lebensmitteltechnologie und Analytik gute Start- und Entwicklungsperspektiven bieten. Die 42 life sciences ist Mitglied im internationalen Netzwerk Lab-on-a-Chip des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, welches im Bereich der Array- Diagnostik Deutsche und Niederländische Forscher vernetzt und die Zusammenarbeit forciert.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) ist die politische Organisation der CDU und setzt sich insbesondere für die Belange der mittelständischen Wirtschaft ein. Der Mittelstand gilt als Anschubmotor der Wirtschaft. Er beheimatet deutschlandweit die größte Anzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und ist Hauptfaktor für eine florierende Wirtschaft. Das MIT-Bremerhaven hat es sich zum Hauptanliegen gemacht, für die Menschen und die Wirtschaft in der Stadt Bremerhaven sowie der umliegenden Region den Standort zu stärken. In dem MIT-Bremerhaven besteht die Möglichkeit durch Engagement und Interesse Einfluss auf wirtschaftliche Prozesse zu nehmen. Hierzu führt die MIT Informationsveranstaltungen zu politischen Themen, Podiumsdiskussionen und Firmenbesuche. Über ihre Mitglieder, die in den kommunalen – und Landesparlamenten sowie im Bundestag vertreten sind, konnte sie in der Vergangenheit mehrfach und zu div. Themen, Anträge in die Parlamente einbringen

ZytoVision GmbH, Dr. Piere Marggraf-Rogalla, Fischkai 1, 27572 Bremerhaven, Tel.: 0471 / 4832300, www.zytovision.com

 

42life sciences GmbG & Co KG, Dr. Piere Marggraf-Rogalla, Fischkai 1, 27572 Bremerhaven, Tel.: 0471 / 4832500, Fax: 0471 / 4832308, www.42ls.com

 

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung ging Enak Ferlemann eingangs auf die Europapolitik ein und machen deutlich, wie wichtig Europa gerade für Deutschland als exportorientiertes Land ist. Deutschland ist arm an Bodenschätzen, die für die Wirtschaft und Wissenschaft notwendig sind, um auch künftig wirtschaftlich mithalten zu können. Deutschland ist zwar arm an Bodenschätzen hat aber viele kluge Köpfe, die neue Mechanismen entwickeln. Europa ist wichtig, unsere Konkurrenz sei nicht in Europa zu finden, sondern in Asien. Europa hat z.B. ca. 450 bis 500 Mio. Einwohner, China allein hat schon rd. 1,3 Mrd. Einwohner und im Export in diese Länder liegt die Zukunft Europas. Der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung findet in Asien statt. Deutschland muss aufpassen, wenn außereuropäische Länder wichtige Firmen aus Deutschland erwerben oder Mehrheiten von Firmenanteilen anstreben, dagegen brauchen wir Schutzmechanismen, d.h. 50% der Wertschöpfung muss in Deutschland bleiben. Da ist die europäische Kommission gefordert. 

Um viele Wirtschaftsgüter über Straße, Schiene und Seewege schnell transportieren zu können müssen unsere Häfen optimal aufgestellt sein. Deswegen brauchen wir die Vertiefung der Außenweser, damit die großen Schiffe unsere Häfen erreichen können. Aber auch Verkehrswege wie die Autobahnen und Schiene dürfen nicht vernachlässigt werden. Das Autobahnnetz von Nord nach Süd ist gut ausgebaut. Es fehlt die geplante Küstenautobahn A20. Bremerhaven würde durch das Autobahnkreuz A20 / A27 besonders profitieren. Aber die ganzen Prozesse dauern in Deutschland alle viel zu lange. Aus diesem Grunde hat das Bundesverkehrsministerium ein Planungsbeschleunigungsgesetz erarbeitet, welches im Dezember 2018 im Bundestag beschlossen worden ist.

 

Enak Ferlemann plädierte für eine Unternehmenssteuerreform, um auch Neugründungen von Firmen zu begünstigen, das fordert auch die MIT auf Bundesebene schon lange. Außerdem müssen wir in Bildung investieren. Hier muss alles getan werden, um den Kindern gute Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. Bei den Pisavergleichen ist das Land Bremen immer am unteren Ende zu finden. Da muss mehr getan werden. Abschließend ermunterte Enak Ferlemann die Politiker in Bremerhaven an dem Offshore Terminal (OTB) festzuhalten. Es sei die letzte Möglichkeit neue Hafenflächen für die Seestadt zu generieren.

 

Dreimal ein Ausrufezeichen! Bremerhaven kann wieder aufatmen. Das ist eine der besten Nachrichten für die Stadt, so die MIT Bremerhaven. Endlich kann wieder ein vernünftiger Haushaltsplan aufgestellt werden und es gibt wieder etwas Spielraum, den Sanierungsstau abzubauen, wobei natürlich die Ausgaben die Einnahmen nicht überschreiten dürfen. 

Die Entschuldung Bremerhavens und weitere Strukturhilfen vom Land sind auch notwendig um etwa gleichwertige  Lebensverhältnisse in beiden Stadtgemeinden herzustellen. Und dazu gehören auch die Kosten für Schulneubauten zu übernehmen. Bildung ist schließlich Landessache. Da erwartet die MIT daß sich nach der Landtagswahl noch Ergebnisse erzielen lassen. 

Um die Strukturschwäche Bremerhavens abzubauen ist auch die Erweiterung der Hochschule auf langfristig 5.000 Studierende notwendig. Dazu gehören auch neue Studiengänge. Insoweit, so die Vorsitzenden Ventzke und Tuczek der MIT, ist es nicht zu verstehen, dass bei der jetzt vorgesehen Machbarkeitsstudie für ein Medizinstudium nicht der von der Hochschule vorgesehene Studiengang „Physician Assistant“mit eingeschlossen ist. Das wäre der Studiengang mit Alleinstellungsmerkmal der tatsächlich zeitnah in Bremerhaven eingeführt werden könnte. Und das würde Bremerhaven stärken.

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