Die MIT Kreisverband Bremerhaven unterstützt die Forderungen der CDU-Bürgerschaftsfraktion den gesamten Millionenzuschuss vom Bund zum Abbau der Schulden von 21 Mrd. Euro zu verwenden. Die weiteren 87 Millionen Euro sowie die eingesparten Zinszahlungen in Höhe von ca. 12 Mil. Euro jährlich = 99 Mil. Euro sollten dann für Infrastrukturmaßnahmen ausgegeben werden. In 10 Jahren wären das dann auch fast 1 Mrd. Euro. Wenn das Geld dann auch sachgerecht ausgegeben wird, werden wir im Lande Bremen, d.h. Bremen und Bremerhaven ein ganzes Stück weiter sein und diese Aktionen würden nachhaltig wirken und Bremen wieder mehr Handlungsspielraum geben.

Nach den Enttäuschungen der letzten Monate durch die Genting-Group, nach denen die Lloyd-Werft neue Schiffbauaufträge erhalten sollte, alle geplatzt sind, ist die Ankündigung, dass ein neues Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremerhaven angesiedelt werden soll endlich einmal ein gute Nachricht, so die MIT. Bremerhaven ist ein guter Standort für dieses Institut, das mit Hilfe satellitengestützter Systeme Schutz von Hafenanlagen und Offshore-Windkraftanlagen erarbeiten soll, sowie um Küstenschutz, Schutz vor Natur- und Unweltkatastrophen, aber auch um die Abwehr terroristischer Angriffe. Das Bio Nord stünde mit entsprechenden Räumlichkeiten bereit 65 Mitarbeitern Arbeitsplätze anzubieten. Außerdem verfügt Bremerhaven über ein großes Bündel an wissenschaftlichen Einrichtungen im maritimen Bereich.

Eine weitere gute Nachricht ist die Bereitstellung von sechs Millionen Euro für das Deutsche Auswandererhaus, das den Ausbau eines nationalen Migrationsmuseums plant und gleichzeitig soll ein interkulturelles Bildungszentrum die Dauerausstellung erneuern. Die MIT beglückwünscht Direktorin Frau Dr. Simone Eick für ihre Anstrengungen, dem Auswanderhaus neue Impulse zuzuführen. Ein Museum darf in seiner Ausstellung nicht stehen bleiben sondern muss immer wieder neue Akzente setzen um die Besucher neugierig zu machen. Nur die lobenden Worte des Regierungschefs Carsten Sieling langen nicht um die vom Bund zugesagten Mittel zu binden, hier müssen die Komplementärmittel bereitgestellt werden. Die MIT fordert nicht nur den Wirtschaftssenator Martin Günthner auf, alle Hebel in Bewegung zu setzen um die entsprechenden Mittel zu organisieren, sondern hier ist auch der Regierungschef gefordert, alles zu unternehmen damit der Erweiterungsbau auch errichtet werden kann.

Mit einer großen Delegation hat die MIT die BREDO Dock GmbH besichtigt. Unter der kurzweiligen Führung des Geschäftsführers Dirk Harms wurde den Teilnehmern das Unternehmen vorgestellt.
Die Bremerhavener Dock GmbH wurde 1986 als eigenständige Dockbetriebsgesellschaft der Muttergesellschaft Seebeckwerft AG gegründet. Nach der Insolvenz der Schichau-Seebeckwerft AG 1996 wurde der Betriebsteil in eine eigenständig operierende Schiffsreparaturwerft überführt und nahm als BREDO das operative Geschäft mit 3 Schwimmdocks am ehemaligen Standort des Reparaturbetriebes der Seebeck Schichau Werft AG auf und hat sich mittlerweile zu einer der führenden Werften für Schiffsreparaturen und Umbauten entwickelt. Zur Zeit verfügt das Unternehmen über 4 Docks mit 95 Mitabeitern und 17 Azubis.

„Wir machen alles außer Neubau“ so erläuterte Dirk Harms die Firmenphilosophie und zeigte den Weg auf, den das Unternehmen in schwierigen Zeiten an einem schwierigen Standort gegangen ist, dazu gehört auch, dass erwirtschaftete Gewinne zum Abbau von Altlasten verwendet worden ist. Aber alle Anstrengungen hätten sich mit Blick auf die Zukunft gelohnt, wobei wünschenswert ein neues Dock wäre und eine eigene Pier. Ob sich diese Wünsche jemals realisieren lassen, wurde anschließend bei dem gemütlichen Zusammensein im Restaurant Rodizio do Rio ausgiebig diskutiert.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Dieser Satz ist richtig und deswegen begrüßt die MIT des Landes Bremen, dass sich Daimler und Borgward entschlossen haben, im Lande Bremen Elektroautos zu bauen. Das, so der Vorstand der MIT, ist der richtige Weg in die Zukunft. Natürlich wird das ein langer und auch steiniger Weg sein, aber sich auf neue Technologien einzulassen und den Schritt in die Produktion zu wagen, dem zollen wir Beifall.

Der Bau von Elektroautos wird den Wirtschaftsstandort Bremen/Bremerhaven stärken und nach außen ein starkes Signal geben. Dabei wird Wirtschaftskraft erzeugt und Arbeitsplätze geschaffen. Wir haben im Lande die wissenschaftlichen Institute und die Hochschulen. Was bei dieser Technologie fehlt, sind ausreichende Ladestationen, aber das wissen die Erbauer der E-Autos auch und werden sich verstärkt dafür einsetzen, ein flächendeckendes Netz zu errichten.. Die MIT, so der Landesvorsitzende Jochen Leinert, kann den Unternehmen nur dazu gratulieren, den Standort Bremen gewählt zu haben.

Eingeladen hatte die MIT Bremerhaven den Europaabgeordneten David McAllister um den Ausgang des Referendums zum BREXIT vor über 100 Teilnehmern zu beleuchten. Dass McAllister (halb Schotte) hier Spezialist ist, wurde deutlich in seinem Referat. 51,9% der Briten haben für den BREXIT gestimmt und das war eine schwere Niederlage für den damaligen Premierminister David Cameron, der leider auch in der Zeit davor oftmals nicht sehr intensiv für Europa geworben hat. Allerdings hat das Referendum auch den großen Riss der englischen Gesellschaft deutlich gemacht, die Gräben der EU-Befürworter und –Gegner sind groß: Schottland, Nordirland und die Stadt London haben sich mit klarer Mehrheit für den Verbleib in der EU ausgesprochen, England und Wales votierten für den BREXIT.

Deutlich wurde auch der große Unterschied zwischen Stadt und Land. In England lässt sich dieser Gegensatz gut beobachten. London mit seiner jüngeren, gebildeteren und internationalen Bevölkerung spricht sich klar für einen Verbleib in der EU aus. Im Wahlbezirk City of London macht das Remain-Lager sogar mehr als drei Viertel der Stimmen aus. In Gibraltar haben 95,9 Prozent für den Verbleib Großbritanniens in der EU gestimmt.

Das Ergebnis, so McAllister, ist für das Vereinigte Königreich aber auch für Europa dramatisch, die Folgen sind noch gar nicht absehbar. Auch die Gewinner dieses BREXIT wissen zur Zeit offenbar auch nicht, wie sie damit umgehen sollen und sind dann erst einmal abgetaucht. Die neue Premierministerin Theresa May hat bereits angekündigt, das formale Austrittsgesuch nach Art. 50 des EU-Vertrages erst im Jahre 2017 zu stellen. Vorher werden auch seitens der EU keine Gespräche geführt und bei den Verhandlungen muss auch deutlich werden, dass es einen spürbaren Unterschied geben muss, wenn man nicht mehr der Europäischen Union angehört. Das betrifft auch den Binnenmarkt. Aber Europa muss weiterhin mit Großbritannien zusammenarbeiten, immerhin ist es die 5-größte Volkswirtschaft der Welt und war auch immer ein verlässlicher Partner.

Das Referendum wird die EU verändern, dass weiß auch McAllister, wenn die Bevölkerung hinter dem europäischen Gedanken stehen soll. Die Zuständigkeiten, was die EU und die Mitgliedsstaaten betrifft, müssen überdacht werden, die europäischen Grenzen sichern, das muss Europa leisten. Die Folgen der Gesetzgebung sind ständig zu überprüfen und wir brauchen eine neue Philosophie für Europa. Sein Abschlusscredo von David McAllister war, wir brauchen ein besseres Europa und kein mehr Europa. Dafür müssen wir uns alle, die ganze Bevölkerung der EU einsetzen und dafür kämpfen dass wir weiterhin auf diesem Kontinent in Frieden leben können.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.